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S5 ist ein Präsentationsystem, das auf XHTML und CSS basiert und
damit vom Hersteller und Betriebssystem unabhängig ist. Es ist möglich,
Präsentationen zu entwerfen, die ähnlich denen sind, die Microsoft
PowerPoint erstellt. Die Dateien sind aber wesentlich kleiner und die
Gestaltungsmöglichkeiten sind unbegrenzt.
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Wenn einmal ein Design festgelegt wurde, muss nur noch die XHTML-Datei
bearbeitet werden. Diese ist sehr übersichtlich aufgebaut und enthält
alle Folieninhalte, welche erscheinen sollen. Jede Folie ist mit einem
umgebenden <div>-Tag versehen. Für die Startfolie sieht das
folgendermaßen aus:
<div class="slide"> <h1>S<sup>5</sup>:
Eine Einführung</h1><h3>Antje Weber</h3><p><a
href="mailto:antje.weber@pass-consulting.com">
Antje.Weber@pass-consulting.com</a></p></div>
Hier wird der Text für die Startfolie inklusive dem Link festgelegt.
In der aufgerufenen Präsentation sieht das dann so aus:
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Die Navigationselemente und Farben, sowie Formatierungen müssen
nicht weiter festgelegt, sondern nur über verschiedene Tags aufgerufen
werden. <h1> beispielsweise erzeugt eine Arial-Schrift, welche fett
und sehr groß ist. Alle weiteren Folien sehen im Quelltext so aus:
<div class="slide">
<h1>Was ist S<sup>5</sup>?</h1>
<ul>
<li> Opera 4 führte <a
href="#">Opera Show</a> ein, eine Style-Sheet-Technologie
für den Projektor- bzw. Vollbild-Modus
</li>
<li> Diese Technik erlaubte es ein einzelnes XHTML-Dokument in eine
PowerPoint-ähnliche Präsentation zu verwandeln
</li>
<li> Monitor- und Drucker-Style Sheets erlauben eine Ansicht ein
und desselben Dokuments in mehreren Formaten
</li>
<li> Sehr effizient, aber sehr vom Browser abhängig...
</li>
</ul>
<div class="handout">
[Material, das gedruckt erscheinen soll, aber nicht auf der
Seite]
</div>
</div>
und in der Präsentation so:
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Features von S5
Die Schriftgröße passt sich dynamisch der Auflösung an
und ändert sich z.B. auch bei der Vergrößerung oder Verkleinerung
von Fenstern. Die Schriftgröße muss nicht manuell eingestellt
werden. defaultView kann auf slideshow gesetzt werden, um die Präsentation
standardmäßig anzuzeigen. Beim Wert outline wird der Druckmodus
angezeigt. Folienwechsel bei Nummerneingabe: Wenn der Präsentierende
eine (mehrstellige) Nummer eingibt, wird diese gespeichert. Wenn er Enter/Return
drückt, springt die Präsentation zu der Folie mit dieser Nummer.
Bei Versuchen, weiter als zur letzten Folie zu springen, passiert nichts,
die Nummer wird aus dem Speicher gelöscht. Wenn eine "Nächste
Folie"- oder "Vorherige Folie"-Taste gedrückt wird,
nachdem eine Nummer eingegeben wurde, springt die Präsentation die
entsprechende Anzahl an Folien vor bzw. zurück. Falls man so über
die letzte Folie hinaus kommt, landet man auf der Titelfolie. PNG-Alpha-Channel-Grafiken
im IE/Win: Für den Internet Explorer auf Windows gibt es ab Version
1.1b Unterstützung für Alpha-Kanal Grafiken im PNG-Format, die
allerdings nur bei img-Tags funktionieren, nicht bei Hintergrundbildern.
Vorteile
· Geringer Speicherbedarf
· Keine Abhängigkeit von proprietärer Software
· Plattformunabhängig, browserunabhängig
· Keine Anschaffungskosten für Software, kann mit jedem Texteditor
bearbeitet werden
· Folien, Webseite und Handout: 3 Formate in einem Arbeitsgang
· Alles Webmögliche ist machbar
· SVG-Grafiken sind nutzbar
Nachteile
· Derzeit kein WYSIWYG-Editor vorhanden, es muss alles im Quelltext
bearbeitet werden
· Designänderung nur mit Vorkenntnissen in CSS und HTML möglich
· Grafiken werden in der Präsentation nicht skaliert
· Content wird nicht nach Auflösung skaliert
· Keine Vektorgrafiken außer SVG möglich;
· Keine Grafikerstellung möglich (wie mit Power Point); Grafiken
müssen bereitgestellt und eingebunden werden
· Eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten für den,
der die Präsentation erstellt, es sei denn, er ändert das Template
(was prinzipiell auch ein Vorteil ist, da so alle Präsentationen
gleich aussehen
Fazit
S5 ist auf jeden Fall eine interessante Alternative zu Microsoft Power
Point. Es ist kostenlos, plattformunabhängig, und jederzeit ist eine
Online-Stellung der Präsentation möglich. Die Präsentationen
sind sehr klein und standardisiert. Die Nachteile für eine breitere
Nutzung liegen allerdings auch auf der Hand: Soll diese Art zu Präsentieren
von vielen Personen genutzt werden, müssen diese auch lernen, damit
umzugehen. Quelltexte sind nicht jedermanns Sache, vor allen Dingen nicht,
wenn man vorher an Power Point gewöhnt war.
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