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  TECHNIK
   

 

    Bedingt tauglich: Business Process Management Tools im Vergleich
   

 

   

Eine neue PASS-Marktstudie zeigt die Key-Anforderungen an BPM-Lösungen und stellt fest, dass sie heute noch nicht hinreichend erfüllt werden

   

Business Process Management (BPM) verspricht, Unternehmen auf dem Weg zum flexiblen Echtzeitunternehmen einen Schritt weiter zu bringen. BPM verspricht eine größere Flexibilität und geringere Kosten bei der Abbildung von Unternehmensprozessen in der IT und schnelleren Zugriff für das Management auf aktuelle Unternehmensinformationen. Das Unternehmen wird somit agiler und kann schneller auf Veränderungen reagieren

   

Business Process Management ist in der IT-Community eines der zentralen Themen der letzten zwei Jahre - entsprechend wird dieser noch junge Bereich von mittlerweile mehr als 100 Unternehmen bedient. Doch treffen die angebotenen Produktportfolios tatsächlich den Bedarf der Unternehmungen an flexible, offene und gut bedienbare Prozessmanagement-Lösungen? Eine neue PASS-Marktstudie analysiert Anforderungen an BPM-Produkte und betrachtet in einer SWOT-Analyse ausgewählte BPM-Tools für den Markt der Smart Enterprise Suites (SES); sie zeigt den Handlungsbedarf für einen effizienten Einsatz zur Unterstützung von Unternehmensprozessen oder zur Steuerung des Prozessflusses in Software-Lösungen auf.

Was BPM-Tools leisten sollen
Die praxisorientierten Basisanforderungen an effiziente Lösungen für das Prozessmanagement sind:
- Vollständige Unterstützung der Anforderungen an Business-Transaktionsmanagement und implementierungsunabhängige Security-Prüfung
- Vollständige Integrationsfähigkeit der ausführenden Prozesssteuerung in eine gegebene Anwendungsarchitektur und -infrastruktur. Die Prozesssteuerung soll möglichst keine Vorgaben an die Applikations-Ablaufumgebung stellen, so dass diese als weitere Komponente in eine gegebene Architektur eingebunden werden kann.
- GUI-basierte Modellierung von Prozessen auf Basis eines Tool-unabhängigen Metaformates
- Die Modellierungstools sollen sich am Marktstandard (bspw. im CASE-Tool-Bereich) für die GUI-basierte Unterstützung von Designprozessen orientieren.
- Integration beliebiger Services (realisiert in gängiger Zielsprache wie Java oder dotNet) über die üblichen Integrationstechnologien (in-process, remote synchron, remote asynchron) unter Berücksichtigung von de-fakto-Industriestandards (BPEL und Derivate)

Tilos SES 2.0 und Prima Platform 4.0
Die neue Studie stellt insbesondere zwei profilierte Produkte in den Fokus: Tilos SES 2.0 und Prima Platform 4.0. Tilos fokussiert dabei den geschäftlichen Bereich insgesamt und eignet sich insbesondere für die Bereiche Compliance, Finance und HR. Prima Platform ist zwar auf den Versicherungsbereich spezialisiert, jedoch im geschäftlichen Bereich gleichfalls universell einsetzbar.

Beide Produkte verfolgen unterschiedliche Ansätze: Tilos positioniert sich eher als Framework-basierte Entwicklungs-Lösung für Workflow-orientierte Applikationen mit der Zielsetzung, sich zu einer umfassenden Plattform weiterzuentwickeln, wie sie in dieser Form im BPM noch unüblich ist. Prima liegt stärker im Leistungsprofil anderer BPM-Lösungen mit Unterstützung des De-Fakto-Standards BPEL (Business Process Execution Language), der eine enge Kopplung an die Quellcodebene ermöglicht.

Realität im Fokus
Das PASS Product Benchmarking zeigt unter anderem den Leistungsstand beider Produkte in den Dimensionen "Marktrelevanter Innovationsgrad" und "Bewertung Reifegrad der Lösung" auf. Neben etlichen Stärken weist die Analyse relevante Schwachstellen der derzeitigen Release-Versionen auf: Die grundsätzlichen Anforderungen an BPM-Lösungen werden vielfach noch nicht hinreichend unterstützt, nicht zuletzt, weil viele der angebotenen Produkte aus anderen Marktbereichen stammen - etwa aus dem EAI-, ECM- oder auch ERP-Bereich -, die spezifische Festlegungen für die Weiterentwicklung des angebotenen BPM-Produktes mit sich bringen.

Mit Umsicht zu empfehlen
Beide untersuchten Lösungen haben allerdings ihren jeweiligen sinnvollen Anwendungsbereich. In konkreten Projektszenarien sollten diese Tools sowohl in der Markt- als auch Leistungsdimension evaluiert werden: In einem Projekt sollte das Tool eine effiziente Entwicklung fördern, eine hohe Wartbarkeit der modellierten Prozesse durch Unterstützung von de-facto-Standards sichern und keine Vorgaben an eine konkrete Ablaufumgebung setzen.

   

 

   

Weitere Informationen zur PASS-Analyse erhalten sie unter rad@pass-consulting.com