|
MAGAZIN
|
||
| VERSICHERUNG | ||
| Versicherungsbetrug: Volkssport ohne Fairness |
||
|
Fair geht vor? Im Prinzip ja, aber... - das ist das Ergebnis einer Umfrage des Emnid-Instituts zum Thema Versicherungsbetrug im Auftrag der Gothaer Versicherungen (www.parion.de). So können die Verbraucher davon ausgehen, dass sie pro Jahr wegen Betrügereien statistisch rund 100 Mark mehr an Versicherungsprämien bezahlen müssen.
Nur 4,5 Prozent aller Befragten halten Versicherungsbetrug für ein Kavaliersdelikt und 77 Prozent dagegen für eine Straftat. Doch machen immerhin 17,1 Prozent der Deutschen ihr Urteil davon abhängig, wie hoch die Versicherungssumme ist. Im Klartext lehnt somit jeder Fünfte (21,6%) Versicherungsbetrug nicht strikt ab. Besonders junge Menschen zwischen 14 und 29 Jahren lassen mit insgesamt 36 Prozent eine große Bereitschaft zum Schwindel erkennen: 5,6 Prozent von ihnen machen aus dem Betrug ein Kavaliersdelikt, 30,5 Prozent die strafrechtliche Relevanz von der Höhe der Schadensumme abhängig. "Viele Menschen machen sich nicht bewusst, dass Versicherungsbetrug jährlich einen geschätzten Schaden in Höhe von acht Milliarden Mark anrichtet, der zu Lasten der Gemeinschaft der Versicherten geht. Die Verbraucher können davon ausgehen, dass sie pro Jahr wegen Betrügereien statistisch ca. 100 Mark mehr an Versicherungsprämien bezahlen müssen", sagt Dr. Gerd Meyer, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Versicherungsbank in Köln. Interessantes Detail der Gothaer Umfrage: jeder Vierte mit einem Haushaltsnettoeinkommen von 4.000 bis 5.000 Mark vertritt die Ansicht, dass die Höhe des Betrags über Recht und Unrecht entscheide. Von Haushalten, die sich mit unter 2,000 Mark begnügen müssen, teilen nur 14,5 Prozent diese Meinung.
|