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MAGAZIN
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| TECHNOLOGIE | ||
| 19.Juni 2001: Zukunfts-Projekte für Freiberufler: Business Communities im Internet. | ||
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Elektronische Gemeinschaften beeinflussen die Wertschöpfung in Unternehmen nachhaltig und werden nach Expertenmeinung innerhalb der kommenden 18 Monate zu ganzheitlich ausgerichteten Marktplätzen verschmelzen. In fünf Jahren wird es keine expliziten Business Communities mehr geben, vielmehr werden Business Communities integraler Bestandteil von e-Business Seiten im Internet sein lautet die Prognose einer deutschen Unternehmensberatung. Danach kann eine Ausweitung über die herkömmlichen Kernmedien hinaus erwartet werden. Es wird erwartet, dass der Anwender die Community Funktionalitäten neben den klassischen Medien wie PC, PDA oder auch Handy parallel über das Medium Fernsehen angeboten bekommt.
Motor erfolgreicher e-Business Strategien Professionelles Beziehungsmanagement aufbauen Web Content Management ist ein Muss Mitgliedern gegenüber die Existenzberechtigung belegen Die dritte Generation von Business Communities
Motor erfolgreicher e-Business-Strategien Community Betreiber, Nutzer, Technologieanbieter, Berater und Forscher sind sich darin einig, dass diese Business Communities zukünftig der Motor erfolgreicher e-Business Strategien sein werden. Ohne Modernisierung der internen und externen Geschäftsprozesse hin zu Digitalisierung und Vernetzung im Internet droht klassischen Unternehmen der Verlust der Marktposition im Kernbusiness. Wenn Partnerschaften und Servicekonzepte bei pre-sales, Verkauf sowie after-sales fehlen, droht die e-Commerce Falle: mangelnder Profit bei nur kleinen bis mittleren Umsätzen. Dagegen liegt im gezielten Online-Beziehungsmanagement mit Hilfe von Business Communities ein erhebliches wirtschaftliches Potenzial verborgen.
Professionelles Beziehungsmanagement aufbauen Auf Grund der Auswirkungen von Globalisierung und Internet-Ökonomie auf alle Branchen bedarf es für e-Business eines professionellen Beziehungsmanagements im Internet. Business Communities als Geschäftsgemeinschaften im Internet integrieren elementare Bestandteile wie die Zulieferer-, Entwicklungs- und Vertriebspartner sowie die Kunden eines Unternehmens. Ziele sind die Kundenbindung, die Transaktionskos tenminimierung bei hoher Qualität und die strategische Besetzung potenzieller Geschäftsfelder. "Die zukünftigen Sieger nutzen Communities effektiv, um mit der immer weiter wachsenden Kluft zwischen Information und Wissen umzugehen", sagt Walter Weber, Director Product Management bei blaxxun interactive. "Communities werden die treibende Kraft für einen Wandel der Kooperationskultur." Dabei stellt sich als größte Herausforderung das aktive Management des Wissens, das die Community Mitglieder erzeugen. Aufgabenfelder erstrecken sich von der Definition von passenden Kriterien über die Erfolgsmessung bis zur die Integration von Community-, Content- und Knowledge-Management-Technologien.
Web Content Management ist ein Muss Das notwendige Bindeglied dafür nennt Thomas Trunzer: "Web Content Management (WCM) ist ein Muss für Community Software. Funktionalitäten zur interaktiven Anpassung der Community Plattform an die Bedürfnisse der Community Mitglieder werden eine neue Generation von virtuellen Communities ermöglichen." Er arbeitet in der Task Force "Business Communities" des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation. "Das Zusammenwachsen von Community Elementen, Transaktionsmöglichkeiten und Content-Management-Funktionalitäten garantiert den dauerhaften Erfolg im B-2-B-Markt."
Mitgliedern gegenüber die Existenzberechtigung belegen Weniger als zwei Prozent aller e-Commerce Besuche führen heute zu Online-Transaktionen. Kunden anzuziehen und sie vor allem langfristig zu binden, ist deshalb in der globalen Internetwirtschaft eine zentrale Notwendigkeit für Unternehmen. Hier greift das Konzept der Business Communities. Durch sie eröffnen sich neue Möglichkeiten zu Aufbau, Vertiefung und Stabilisierung der geschäftlichen Kundenbeziehungen. Es wird durch den elektronischen Treffpunkt möglich, eine emotionale Bindung der Kunden an das Unternehmen entstehen zu lassen. Interaktion und aktive Beteiligung schaffen zudem ein breites Wissensreservoir, um Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern. Für Dr. Frank Rauch sind Business Communities eine zentrale Voraussetzung für erfolgreichen Commerce und Profit im Internet. Doch auch sie müssen den Mitgliedern gegenüber ihre Existenzberechtigung belegen. "Man wird im Internet als Business Community nur überleben können, wenn man nachweisen kann, dass man nicht nur über Einkaufspostenreduzierung, sondern über Prozesskostenoptimierung sowie eine Reduktion der Transaktionskosten Geld spart", bringt es der Vorstand bei der internet communities AG auf den Punkt. Der im Augenblick zu beobachtende Trend von explosionsartig zunehmenden Business Community Neugründungen im Internet ist nur ein Übergangsphänomen. Das geht aus einer von IDS Scheer und dem Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Saarbrücken durchgeführten Studie hervor. Bereits jetzt zeigt die dritte Generation der Virtual Business Communities ihr Gesicht. Zu den Erfolgsfaktoren zählen Inhalt, Funktionalität und eine starke Marke. Derzeit hängt der Erfolg von Business Communities von Faktoren wie Content ab. Der Inhalt ist das Herzstück der Gemeinschaft. Offenheit und Meinungsfreiheit zählen hier mehr als Marketingverlautbarungen. Nur wenn die Betreiber bereits in der Startphase sicherstellen, dass die bereitgestellten Seiten und Foren dem User wirklich nützen, wenn Qualität vor Quantität steht und wenn eingegebene Artikel immer wieder auf Aktualität überprüft werden, sorgen die Anwender in einer zweiten Wachstumsphase schließlich selbst dafür, dass die Gemeinschaft am Leben bleibt.
Die dritte Generation von Business Communities Nach dem anfänglichen reinen Informationsaustausch in Chat-Räumen und der bislang üblichen Ergänzung um Diskussionsforen und Möglichkeiten der Personalisierung ist nun die dritte Generation von Business Communities auf dem Vormarsch. Sie wird auch mobile Business-Lösungen in eine sehr komplexe Kommunikationsplattform mit einbringen. Diese verfügen über mehrstufige, rollenbasierte Benutzerverwaltungen und auch ihre Front-Ends sind bereits dem virtuellen Arbeitsplatz der Unternehmensmitarbeiter angepasst. So verwischen sich nach und nach die derzeit noch bestehenden Unterschiede von Informations-, Kommunikations- und Kooperationsanwendungen. Informationsportale und hochentwickelte Business Communities verschmelzen zu neuen ganzheitlich ausgerichteten elektronischen Marktplätzen, die dann auch besser finanzierbar sind. Denn hier werden nicht mehr nur Informationen ausgetauscht, sondern auch Transaktionen durchgeführt. Schließlich ist es für den Nutzer nicht einzusehen, warum er Informationen zu Produkten nicht genau an der Stelle bekommen soll, wo er sie auch kauft.
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