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MAGAZIN
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| TECHNOLOGIE | ||
| 16. Juli 2001: Kompetenz-Netzwerk: Synergien von systematischer Softwareentwicklung nutzen | ||
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Das Virtuelle Software-Engineering-Kompetenzzentrum (ViSEK) hat die Aufgabe, Forschungsergebnisse bei Software-Engineering für die Wirtschaft transparent und besser verfügbar zu machen. Es ist eine von verschiedenen Fördermaßnahmen des Bundesforschungsministeriums (BMBF).
Wachstumsschübe durch Software und IT-Services Wachstumsschübe kommen auch im Jahr 2001 von Internet- und Online-Diensten, der Software sowie IT-Services. Allein für diesen Sektor meldet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) im vergangenen Jahr 81.000 zusätzliche Stellen. Das Beschäftigungsvolumen wuchs um 27% von 301.000 auf 382.000 Arbeitsplätze. Weit über 70% der 820.000 Beschäftigten in der Informationstechnik sind im Software- und Servicesektor tätig. Daher gilt es, die hohe und weiter steigende Wertschöpfung durch Software zu nutzen und auszubauen. Ihren Mehrwert in allen Branchen bestätigte eine kürzlich veröffentlichte BMBF-Studie "Analyse und Evaluation der Softwareentwicklung in Deutschland". Gleichzeitig wird darin auf den starken Bedarf an innovativen und ingenieurbasierenden Softwareentwicklungsmethoden und -prozessen hingewiesen.
Software-Engineering-Kompetenzzentrum Um aktuelle Forschungsergebnisse auf dem Gebiet des Software-Engineering in Deutschland für alle interessierten Stellen transparent und besser verfügbar zu machen, wurde jetzt das Virtuelle Software-Engineering-Kompetenzzentrum (ViSEK) installiert. Denn zwar ist die deutsche Forschungslandschaft im Bereich des Software-Engineering gut entwickelt, doch sie besteht aus organisatorisch, inhaltlich und räumlich mehr oder weniger verteilten Institutionen. Synergiepotentiale in Form der Verkettung von Erfahrungen über systematische Softwareentwicklungsprozesse können so kaum gewonnen, dokumentiert und effizient genutzt werden. Mit Hilfe des neuen Projekts soll ein Angebot für die etwa 20.000 softwareentwickelnden Unternehmen in Deutschland geschaffen werden, ohne jeden zeitlichen Verzug und ohne Verwaltungsaufwand die neuesten und zukunftsträchtigsten Techniken des Software-Engineering für ihre Produktentwicklungen einsetzen zu können.
Zwölf Millionen Mark aus UMTS-Mitteln Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert im Rahmen des ViSEK-Projektes die zum Aufbau eines solchen Kompetenznetzwerks notwendigen vorlaufenden und begleitenden Forschungsaktivitäten bis Ende 2003 mit rund zwölf Millionen Mark aus UMTS-Mitteln. Mit Hilfe der Fördermittel wird das in den Forschungseinrichtungen der beteiligten Partner verteilte Wissen über das Software-Engineering und über Ingenieursanwendungen wissenschaftlich aufbereitet, gebündelt und der Forschung und der Wirtschaft vernetzt in Form eines virtuellen Kompetenzzentrums zur Verfügung gestellt. Dabei bringt jeder Partner seine speziellen FuE-Expertisen ein, und diese ergänzen sich komplementär. Kernangebote von ViSEK sind regelmäßige Informationsveranstaltungen für interessierte Stellen und Transferangebote im Internet, ferner (teilweise kostenpflichtig) die Beratung von interessierten Stellen und die Abwicklung von FuE-Aufträgen. Hinzu kommen Angebote zur zeitlich begrenzten Mitarbeit für Partner aus der Wirtschaft in den einzelnen Forschungszentren des Kompetenznetzwerks. Es wird davon ausgegangen, dass sich bis zum Ablauf der Förderperiode weitere Standorte dem Virtuellen Kompetenzzentrum anschließen und kommerzielle Dienstleister die interessierten Firmen bei der Breiteneinführung der ViSEK-Angebote unterstützen werden. Schließlich sind Software und Services der Motor des aktuellen und künftigen Wachstums. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft geht es der IT-Branche insgesamt mit einem erwarteten Umsatzplus von 8,7% für das laufende Jahr 2001 weiterhin sehr gut.
39 Kooperationsprojekte bei Internet- und Softwaretechnik Die Bundesregierung hat kürzlich für 39 Kooperationsprojekte im Bereich Internet- und Softwaretechnik insgesamt 123 Millionen Mark aus UMTS-Mitteln freigegeben. Damit sollen die Ausgaben im strategisch wichtigen Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik gesteigert werden. Bundesforschungsministerin Bulmahn wies darauf hin, dass damit wichtige Forschungseinrichtungen der Informations- und Kommunikations-Technik (IuK) enger vernetzt und auf gemeinsame Forschungsfelder fokussiert werden würden. Im Mittelpunkt der Forschungsarbeiten stehen Lösungen zur Ausgestaltung und Weiterentwicklung des Internets. Dabei konzentrieren sich die Teilvorhaben im Wesentlichen auf die strategischen Aufgabenfelder IT-Sicherheit, Vernetzung mit dem Schwerpunkt Next-Generation-Internet, Simulation und virtuelles Engineering mit Hilfe der Softwaretechnik sowie Innovative Anwendungen, insbesondere IuK-basierte Dienstleistungen.
Federführung des ViSEK-Projektes
Durch Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich der Informatiksysteme soll die wissenschaftlich-technische Basis der deutschen Informatikforschung gestärkt und der Transfer neuer Erkenntnisse der Wissenschaft in die Wirtschaft beschleunigt werden. Gefördert werden vom BMBF die Entwicklung von innovativen Methoden der Informationsverarbeitung und der Softwareentwicklung, neuartige Informatiksysteme und dazugehörende prototypische Anwendungen.
1. Softwaretechnologie Entwicklung von Methoden und Werkzeugen zur effizienten Herstellung beherrschbarer, sicherer und zuverlässiger Software; Methoden zur Pflege und Wiederverwendung bereits vorhandener Anwendungssoftware sowie Entwicklungswerkzeuge für Software in technischen Produkten;
Die Förderthemen sind:
2. Anwendung des Höchstleistungsrechnens leistungsfähigere applikationsspezifische Simulationsmodelle, Methoden der virtuellen Realität, verbesserte mathematische Verfahren; Ziel u.a.: Schaffung bundesweiter Zugangsmöglichkeiten zu Höchstleistungsrechnern; Förderthemen:
3. Intelligente Systeme Nutzung von Methoden der Wissensverarbeitung in praktischen Anwendungen für die Lösung komplexer informationstechnischer Aufgaben; Auswerten von Bildern, Steuern und Entwerfen technischer Systeme und Prozesse, Erkennen von technischen Störungsursachen sowie Management von Wissen, Handlungsplanungen und Kontrollen auch bei unscharfen Randbedingungen;
Förderfelder:
4. Sprachtechnologie Automatische Sprachverarbeitung bzw. Sprachtechnologie (auch nach Abschluss des Leitprojekts VERBMOBIL zur automatischen Erkennung und Übersetzung gesprochener Sprache);
Zukünftige Förderfelder:
5. Leitprojekte Mensch-Technik-Interaktion Effizientere Nutzung und Integration menschlicher Sinne, beispielsweise bei der natürlich-sprachlichen, gestischen, mimischen und haptischen Ein- und Ausgabe von Informationen, bei der realitätsnahen visuellen Darstellung komplexer Umgebungen oder bei sensomotorischen Navigations- und Manipulationsinstrumenten für die Arbeit mit technischen Systemen. Fünf Leitprojekte sind bereits gestartet, die der Erforschung und Entwicklung neuer Interaktionsformen des Menschen mit Systemen der Informationstechnik dienen.
6. Ideenwettbewerb Virtuelle und Erweiterte Realität (Virtual Reality, Augmented Reality) Ermittlung und Förderung von Ideen für innovative System- und Anwendungsentwicklungen auf dem Gebiet der Virtuellen und Erweiterten Realität in einem thematisch offenen Wettbewerb; mögliche Konzeptideen: Basistechnologien, System- und Produktinnovationen, Anwendungsentwicklungen sowie Dienstleistungen; besonders interessant: Vorschläge zu ergonomischen Techniken, die eine größere Akzeptanz beim Benutzer erwarten lassen als die bisher verfügbaren.
7 Informationsverarbeitung nach biologischen Prinzipien Informationstechnische Nutzung der Fähigkeiten und Mechanismen, die sich in der Natur durch die biologische Evolution über Jahrmillionen herausgebildet haben: zur Erzeugung, zur Speicherung, zum Abruf und zur Verarbeitung von Informationen;
Die Förderfelder sind:
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