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MAGAZIN
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| WIRTSCHAFT - E-BUSINESS | ||
| e-Commerce-Dienstleister liefern sich ein heißes Rennen | ||
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Die Anforderungen an E-Commerce sind sehr vielfältig und haben eine bunte Palette an Internet-Dienstleistern hervorgebracht. Derzeit liefern sich die E-Commerce-Dienstleister sich ein heißes Rennen um Größe, Servicebandbreite und ein Internet-Image. E-Commerce verlangt neben klassischer Informationstechnologie (IT) auch Know-how aus Marketing, Kommunikation und Design, was traditionellen IT-Dienstleistern weitgehend fehlt. Kreative, "Design-lastige" Web-Agenturen hingegen müssen IT-Know-how aufbauen und eine kritische Größe erreichen, um auch künftig im Rennen zu bleiben. Die PAC GmbH hat in ihrer Studie "E-Commerce 99 Germany" den deutschen Markt für Software & IT-Services unter die Lupe genommen und dabei einige Trends für die Entwicklung von Nachfrage und Angebot aufgespürt und analysiert. Mit der Entwicklung des weltumspannenden Internet verschmelzen Kanäle für Vertrieb, Marketing, Kommunikation und Kundenservice zunehmend. Im Sinne eines elektronischen Front-Office wird IT selbst zum Vertriebskanal, zur universellen Schnittstelle mit dem Kunden. Eine Folge hiervon ist, daß das Thema E-Commerce bei Anwendern häufig in den Abteilungen Marketing, Vertrieb und Einkauf zu finden ist oder auf höchster Ebene einem "E-Commerce-Projektmanager" übertragen wird. Das hat laut PAC weitreichende Konsequenzen für IT-Dienstleister und erklärt auch den großen Erfolg der schnell wachsenden Web-Agenturen in den letzten Jahren. Denn ein durchgängiges und integriertes E-Commerce-System verlangt die wirkungsvolle Verknüpfung von Inhalten aus Bereichen wie strategische Beratung, Marketing, Werbung, Grafikdesign, Informations- und ggf. Telekommunikationstechnologie. Die Bereitstellung möglichst vieler geforderter Dienstleistungen aus einer Hand gewinnt umso mehr an Bedeutung bei Internet Start-up's (.com's). Diese sind nicht selten mit zweistelligen Millionenbeträgen Wagniskapital ausgestattet und benötigen ein komplettes "Branding" (Marketing und Kommunikation) über die Erstellung des Kundeninterface bis hin zur Installation des Basissystems in kürzester Zeit. Strategische Beratung spielt laut PAC insbesondere bei den etablierten Branchenriesen eine Rolle, die nicht wissen, wie sie mit den neuen Technologien umgehen sollen und die langfristigen Konsequenzen für ihr Unternehmen kaum abschätzen können. Außerdem verlangen die "Global Players" zunehmend die länderübergreifende Betreuung ihrer Internet-Aktivitäten sowie die Durchführung immer größerer Projekte. Der Markt wächst rasant, aber die Zeiten werden härter für die vielen, sehr heterogenen Dienstleister, die sich im E-Commerce-Umfeld tummeln. Eine Konsolidierung findet bereits statt und wer langfristig erfolgreich sein will, muß sich schnell einem neuen Wettbewerbsumfeld anpassen und darf die Haupttrends nicht verschlafen. Laut PAC steht der Aufbau eines breiten Service-Portfolios für langfristige Wettbewerbsfähigkeit an erster Stelle. Traditionelle IT-Dienstleister wie Siemens Business Services, debis Systemhaus, CSC oder EDS müssen sich noch stärker als bisher mit Internet-Technologien beschäftigen und insbesondere Know-how in Bereichen wie Managementberatung, Marketing und Grafikdesign aufbauen. Von strategischer Beratung abgesehen, gilt dasselbe für Prozess- und IT-Berater à la Andersen Consulting, KPMG, Ernst & Young usw., denen es gerade in Deutschland noch an Visibilität im Bereich E-Commerce mangelt. Web-Agenturen wie z.B. Pixelpark, I-D Media oder PopNet sind gezwungen, sich fundiertes IT-Know-how anzueignen, da E-Commerce mehr und mehr die Integration des Front-Office in die Back-Office-Systeme verlangt. Web-Agenturen wie z.B. Pixelpark, I-D Media oder PopNet sind gezwungen, sich fundiertes IT-Know-how anzueignen, da E-Commerce mehr und mehr die Integration des Front-Office in die Back-Office-Systeme verlangt. Ebenso wichtig wie ein adäquates Service-Portfolio aber ist der Aufbau einer Firmenkultur und -organisation, die ein solches unterstützt und einen effizienten Ablauf ermöglicht. Denn es ist nicht von vornherein selbstverständlich, daß sich z.B. Management-Consultants, Werbe- und Kommunikationsfachleute sowie IT-Spezialisten reibungslos in ein Projekt einfügen. Ein weiterer Erfolgsfaktor besteht laut PAC darin, möglichst schnell eine kritische Größe zu erreichen. Dies ist für kleinere IT-Dienstleister und Web-Agenturen unausweichlich, wenn sie Kunden der TOP 500 fokussieren, da deren Projekte zunehmend international, komplexer und größer werden. Große IT-Dienstleister wie z.B. IBM, debis Systemhaus, Siemens Business Services oder Andersen Consulting haben hier mittelfristig einen klaren Wettbewerbsvorteil. Der Aufbau eines "emage" ist ein weiterer Erfolgsfaktor. Das heißt, als leistungsfähiger Internet-Dienstleister von potentiellen Kunden auch wahrgenommen zu werden und eine hohe Visibilität zu erreichen. Die schon etwas größeren Web-Agenturen sind Internet-Spezialisten und werden folglich sehr stark mit Begriffen wie E-Commerce assoziiert. Bei den großen IT-Dienstleistern ist IBM der einzige, der schon sehr früh und erfolgreich ein entsprechendes Image (E-Business-Kampagne) aufgebaut hat. Die meisten anderen IT-Dienstleister haben hier - trotz teilweise beachtlicher Projekterfahrung - noch Nachholbedarf. Ein "emage" ist aber nicht nur für Vertrieb und Marketing von Vorteil. Es steigert auch ganz beträchtlich die Attraktivität des Unternehmens für hochqualifizierte Bewerber und wird damit zum klaren Wettbewerbsvorteil auf dem heiß umkämpften Personalmarkt für IT-Fachkräfte. |