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  WIRTSCHAFT - E-BUSINESS
     
    Profit durch Investition in e-Skills
   

E-Business hat sich innerhalb kürzester Zeit von einem "Techniker-Problem" zum "Top-Management-Thema" gewandelt. Dieses Ergebnis einer Studie sollte Freiberufler jedoch nicht schockieren. Im Gegenteil: Technik wird jetzt von "ganz oben" unterstützt und in Projekten vorangetrieben. Investition in e-Skills werten die Geschäftsprofile von Freiberuflern für kommende e-Projekte lukrativ auf. Denn es wird die Verdoppelung des Internet-Umsatzes bis 2003 erwartet.

e-Business wird in Deutschland zum wichtigen Umsatzträger und Erfolgsfaktor. Deutsche Unternehmen aller Größenordnungen investieren kräftig in die elektronische Geschäftsabwicklung und profitieren bereits davon: Durchschnittlich zwei Prozent des Umsatzes fließen jährlich in e-Business-Aktivitäten, 60 Prozent der Investitionen in den letzten beiden Jahre haben sich bereits amortisiert. Unternehmen, die heute im Internet aktiv sind, generieren bereits 17 Prozent ihres Umsatzes in Form der elektronischen Geschäftsabwicklung. Bis zum Jahre 2003 wird mit nahezu einer Verdoppelung auf 30 Prozent des Gesamtumsatzes gerechnet. Das sind einige zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Studie der Hamburger PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung bei 350 Unternehmen über Einsatz, Kosten und Nutzen von E-Business.

Dabei zeigte sich als weiterer herausragender Punkt, dass die geschäftliche Vernetzung per Internet schon weit vorangeschritten ist: 20 Prozent der befragten Unternehmen waren im letzten Jahr direkt mit Kunden und Lieferanten elektronisch verbunden, weitere 30 Prozent sind bereits in der konkreten Planung bzw. Vorbereitung. Bereits 24 Prozent aller Firmen nutzen elektronische Marktplätze, vor allem um Transaktionskosten zu senken. Als innovativste Branchen zeigten sich mit Abstand die Medien, die Informationstechnologie und die Telekommunikation. Am wenigsten in e-Business investiert wurde in der Investitionsgüterindustrie und der Metallverarbeitung. IT-Experten können daran leicht erkennen, wohin der e-Markt sich entwickelt.

Die Studie weist aus, dass als Kunden der externen Berater diesmal weniger typische Mittelständler in Betracht kommen. Die kleinen Unternehmen (20 bis 250 Mitarbeiter) investieren zwar - gemessen am Jahresumsatz - mit 1,8 Prozent weniger als der klassische Mittelstand (250 - 2.500 Mitarbeiter) mit 2,1 Prozent, verbuchen aber offensichtlich den schnellsten und größten Nutzen. Auch die großen Unternehmen (über 2.500 Mitarbeiter), die etwa 0,25 Prozent ihres Jahresumsatzes in die elektronischen Geschäftsprozesse investieren, sind erfolgreicher als der Mittelstand: mit 70 Prozent weisen sie den höchsten Amortisationsgrad auf. Alles im allem aber, so die Autoren der Studie, sind die "Kleinen" die großen Gewinner im boomenden e-Business-Markt.

Welche Technik Skills erwartet werden, brachte die Studie in einem Vergleich der Old- Economy zur New-Economy hervor. Während die Unternehmen in den klassischen Produktions- und Dienstleistungsbereichen ihre e-Business-Investitionen an erster Stelle für das Marketing und den Vertrieb (insgesamt 73 Prozent) einsetzen, liegt der Schwerpunkt bei den Internetfirmen eindeutig auf dem Service: 87 Prozent der Investitionen fließen z.B. in Projekte über interaktive Beratung, Online-Support, Aftersales Communities und Wartungsleistungen.

Auch differenziert nach Unternehmensgrößen ergeben sich bei E-Business-Investitionen vollkommen unterschiedliche Schwerpunkte. Hieran lassen sich im Detail jene Qualifizierungen ablesen, die sich für Freiberufler am meisten amortisieren. Für große Unternehmen bilden die Logistik (24 Prozent), der Vertrieb (19 Prozent) und der Einkauf (14 Prozent) die wichtigsten Aktivitäten. Hier stehen offensichtlich Kosteneinsparungen bei der Abwicklung von Prozessen im Vordergrund. Der Mittelstand setzt bei seinen e-Business-Aktivitäten in erster Linie auf das Marketing (47 Prozent), den Service (25 Prozent) und den Vertrieb (15 Prozent). Hier dominiert vor allem der Gedanke, mit e-Business neue Umsätze zu generieren und neue Märkte zu erschließen. Für kleine Unternehmen stehen neben dem Marketing (30 Prozent) und dem Service (18 Prozent) auch das Personal (15 Prozent), die Produktion (12 Prozent) und der Einkauf (11 Prozent) auf den oberen Plätzen. Die e-Business-Aktivitäten in dieser Gruppe zielen auf der einen Seite auf die Kostenersparnis und auf der einen Seite auf die Erschließung neuer Umsatzmöglichkeiten.

So kann das Resümee der Untersuchung lauten: e-Business ist - über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg - sowohl in der Old- Economy wie auch in der New-Economy in Deutschland zu einem entscheidenden Wachstums- und Wettbewerbsfaktor geworden. Für Freiberufler ist anzufügen: Die Verlierer werden diejenigen sein, die nicht spätestens jetzt das Internet systematisch in ihr Geschäftsprofil mit einbeziehen.