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MAGAZIN
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| WIRTSCHAFT - ALLGEMEIN | ||
| Bei IT-Investitionen liegt das Augenmerk auf messbaren Ergebnissen | ||
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Entscheider in den USA und Europa wollen im nächsten Jahr ihre
IT-Investitionen aufstocken.
Moderat interpretiert der ifo-Konjunkturtest für November 2002
die konjunkturelle Aufwärtsbewegung der deutschen Wirtschaft. Die
aktuelle Geschäftslage wurde von den befragten Unternehmen zum dritten
Mal in Folge besser beurteilt. Allerdings ist erst im Verlauf des Jahres
2003 mit einer allmählichen Erholung der Konjunktur in Deutschland
zu rechnen.
Doch selbst in ausgeglicheneren Zeiten wird die IT-Branche mit einem geringeren Wirtschaftswachstum und verschärften Wettbewerb leben müssen. Diese Aussage treffen renommierte Marktbeobachter wie die Gartner Goup. Für die europäische IT-Branche im Jahr 2003 erwarten die Analysten, dass sich die Konsolidierung fortsetzt. Im Markt sei eine hohe Zahl von Wettbewerbern, zudem würden Gartner-Prognosen zufolge die IT-Ausgaben in Europa nur um runde fünf Prozent wachsen. Für das übernächste Jahr sagen die Experten von Gartner einen drastischen Shake out im Softwaremarkt voraus. Fusionen und Insolvenzen haben bis Ende 2004 die Hälfte der großen weltweit tätigen Softwareanbieter vom Markt gefegt.
Ob weitere Prognosewerte von Gartner die Hoffnung auf eine Trendwende
im IT-Markt rechtfertigen, ist noch offen. Immerhin sollen knapp zwei
Drittel von 540 befragten IT-Entscheidern in den USA und Europa im nächsten
Jahr ihre IT-Investitionen aufstocken, heißt es in einer Gartner-Studie.
Jeder vierte Befragte hat vor, mehr als 100.000 US-Dollar zu investieren.
E-Commerce trotzt der Konjunkturflaute. Bereits jeder zweite Deutsche
kauft Waren im Web ein. Die Zahl der Stammkunden der großen Online-Händler
ist inner-halb nur weniger Monate rasant gestiegen. 2003 werden, so schätzt
der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE), die Umsätze im
E-Commerce von acht Milliarden Euro in diesem Jahr (2001: rund fünf
Milliarden Euro) auf mehr als elf Milliarden Euro steigen. Um höheren
Ansprüchen und veränderten Gewohnheiten der Verbraucher gerecht
zu werden, setzen die Unternehmen mehr und mehr auf Multi-channel-Strategien.
Die Entwicklungen im Mobile Commerce erweitern dabei das Spektrum der
Möglich-keiten und kommen vor allem den Gewohnheiten junger Zielgruppen
entgegen.
IT-Security ist ein Investitionsfeld Auch IT-Security gehört zu den bevorzugten Investitionsfeldern. Obgleich die META Group für das Jahr 2003 von einer Stagnation der globalen IT-Investitionen ausgeht, deuten aktuelle Ergebnisse der weltweiten Befragung von CIOs eine gleichzeitige Zunahme der IT-Security-Budgets an. Immerhin erhöhten 71 Prozent der global tätigen Unternehmen ihre Budgets für IT-Security im Jahr 2002. Verstärkt legen die Anwenderunternehmen dabei ihr Augenmerk auf messbare Ergebnisse und die Wertschöpfung der Security-Investitionen.
Investitionen in Consulting müssen sich rentieren Ob Mittelstand oder Großunternehmen: Investitionen in IT müssen
sich mehr denn je rentieren - dieser Aspekt trifft auch für den Einsatz
von Consulting-Ressourcen zu. Beim Engagement von Beratern sind die IT-Manager
umsichtig geworden. Bis vor kurzem wurden Berater manchmal unkontrolliert
ins Haus geholt, lautet die Selbstkritik der IT-Chefs. In der gegen-wärtigen
prekären wirtschaftlichen Lage setzen die Unternehmen eher auf eigene
Kompetenz: Zuerst wird im eigenen Unternehmen nach Lösungen gesucht.
Dazu richten sie "Enterprise Competence Center" mit internen
IT-Beratern ein und installieren laut eigenen Aussagen "Process Owner"
und "Key User".
ROI-Berechnung der CIOs außer Kontrolle Das Dilemma zwischen steigenden Anforderungen und reduzierten Budgets scheinen IT-Chefs nicht immer entsprechend zu bewältigen. Dies legt zu-mindest die Studie von Xerox "Documents, People and Technology: A European Perspective" nahe. Während mehr als zwei Drittel (67 Prozent) der europäischen Unternehmen den Return on Investment (ROI) ihrer jährlichen IT-Ausgaben bewerten, wird in deutschen Unternehmen nur in jedem zweiten Fall der Erfolg von IT-Investitionen gemessen. Im Vergleich zu Schweden, Frankreich und England (zu je 74 Prozent) liegt Deutschland damit klar unter dem Durchschnitt. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) der Befragten geben zu, dass ihre ROI-Berechnung fehlerhaft ist. In Schweden sind es sogar 41 Prozent, in Deutschland wiederum nur 23 Prozent und in Frankreich sogar nur 17 Prozent. In der Xerox-Studie kam zum Ausdruck, dass dieser Zustand verbessert werden könnte, wenn Unter-nehmen umfangreichere Informationen von ihren Technologie-Dienstleistern erhalten würden. Diese Aussage bestätigen mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Befragten. Andere Marktbeobachtungen gehen mit dem IT-Management noch härter ins Gericht. Bis zu sechs Prozent ihres IT-Budgets würden deutsche Unter-nehmen aus dem Fenster werfen, heißt es da. Schlechte Projektplanungen bei IT-Management und den Fachabteilungen seien Gründe. Systeme und Anwendungen würden nur unzureichend abgestimmt eingekauft, rudimentär eingebunden und oft unrentabel eingesetzt. Termin- und Budgetüberschreitungen seien an der Tagesordnung. Erforderlicher Nach-arbeiten ließen den Überblick über die Rentabilität von Investitionen verschwimmen. Mögliche Sparpotenziale seien vorhanden, jedoch noch nicht ausreichend genug erschlossen - etwa eine umfassende Anforder-ungserhebung, bedarfsorientierter Einkauf, optimierte Prozessabläufen und effizientes IT-Controlling. Damit könnten schließlich bis zu neun Prozent der anfallenden IT-Kosten eingespart werden. |