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MAGAZIN
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| WIRTSCHAFT - ALLGEMEIN | ||
| IT-Dienstleister setzen auf Innovationen - Anwender frieren sie ein | ||
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Der deutsche ITK-Markt wird weiter schrumpfen Die Informations- und Kommunikationstechnik (ITK)-Branche befindet sich
in einer schwierigen konjunk-turellen Situation. In den letzten Jahren
ist die ITK-Industrie durchschnittlich um den Faktor vier schneller gewachsen
als die Volkswirtschaft. In diesem Jahr verhält es sich eher umgekehrt,
konstatiert der Bundesverband Informationswirtschaft, Tele-kommunikation
und neue Medien e.V. (BITKOM): Der deutsche ITK-Markt wird bis Jahresende
um 1,3 Prozent auf 136,1 Milliarden Euro schrumpfen.
IT-Dienstleister setzen auf neue Technologien Das Umfeld bleibt insgesamt ungünstig. Einerseits ist es von einem
noch ziemlich ungewissen Ende der konjunkturellen Talfahrt, andererseits
von härterem Konkurrenzdruck geprägt. IT-Dienstleister sehen
sich auf ihren angestammten Märkten zunehmend ausländischer
Konkurrenz ausgesetzt. So bemerken in Westdeutschland mehr als 80 Prozent,
in Ostdeutsch-land etwa 45 Prozent steigende ausländische Konkurrenz.
Erfolge bei der Kooperation mit externen Ressourcen Dies sind zentrale Ergebnisse einer Konjunktur-umfrage bei rund 1200
IT-Dienstleistern vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
(ZEW) in Mannheim in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform
in Neuss vom September und Oktober 2002. Weiterhin ist aus der ZEW-Umfrage
zu ersehen, dass sich IT-Dienstleister auch für eine effizientere
Gestaltung der unternehmensinternen Ab-läufe engagieren. Dazu werden
einzelne Tätigkeiten an Fremdfirmen vergeben, um sich stärker
auf ihre Kern-kompetenzen konzentrieren zu können. Somit reagieren
die Service-Unternehmen im Rahmen der Personal-Ressourcen auf die instabile
Marktlage. Sie wollen sich nicht unnötig mit fixen Personalkosten
für Angestellte belasten. Freiberufler finden in diesem Umfeld als
Subunternehmer für Spezialaufgaben oder bei Kapazitätsengpässen
ein interessantes Be-schäftigungsfeld.
Anwenderunternehmen halten Investitionen zurück Der Wirtschaftszweig IT-Dienstleister setzt sich laut ZEW-Umfrage vor allem aus Informations- und Kommunikationstechnologie- (IKT-) Dienstleistern zu-sammen, also Unternehmen der Teilbranchen DV-Dienste und -Vermietung, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste. Während diese Service-leister auf Innovationen bei Prozessen und Produkten bauen, ist gleichzeitig zu beobachten, dass viele An-wenderunternehmen seit Monaten notwendige Investitionen einfrieren. Da diese nun langsam wieder freigegeben würden, könnte sich nach Prognosen der Gartner Group Anfang des nächsten Jahres der Projektmarkt langsam wieder erwärmen. Allerdings steigen nach Einschätzung der Analysten die IT-Aus-gaben erst Monate nach dem allgemeinen konjunk-turellen Aufschwung an. Dann rufe das zusätzliche Geschäft neuen IT-Bedarf hervor. Zudem würden sich die Unternehmen zunächst davon überzeugen, ob die konjunkturelle Entwicklung auch stabil sei, bevor sie wieder in IT investieren. Umfragen unter den Teil-nehmern von Gartner Group-Symposien bestätigen, dass jeder vierte befragte europäische IT-Entscheider für 2002 und 2003 von stagnierenden Budgets aus-geht. Knapp ein Drittel sieht die Ausgaben sogar sinken. In Deutschland scheint die Lage für die IT-Industrie weiterhin bedrohlich. Hier geht nämlich die Hälfte der IT-Manager von unveränderten Budgets aus. BITKOM-Präsident Volker Jung betonte daher: "Die ITK-Wirtschaft besitzt nach wie vor ein enormes Potenzial." Doch zu kritisieren sei, in der aktuell schwierigen wirt-schaftlichen Lage lediglich auf Kostensenkung zu setzen. Cost cutting allein diene selten dem nachhaltigen Wachstum der Unternehmen.
Öffentliche Hand zeigt Innovationsgeist Ähnlich innovationsfreudig wie die IT-Dienstleister scheint im Anwenderlager derzeit nur die - mit Blick auf Innovationsgeist oftmals belächelte - öffentliche Hand zu sein. Im Rahmen der Initiative "eEurope 2005" und parallelen nationalen Programmen wie "BundOnline 2005", die auf die Verbesserung der ITK-Ausstattung im öffentlichen Sektor abstellen, kann von dieser Seite mit steigender Nachfrage gerechnet werden. Trends sind neben der Integration verschiedener Business-Anwendungen Sicherheitslösungen, Web-based Services und Content Management. |