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MAGAZIN
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| WIRTSCHAFT - ALLGEMEIN | ||
| Weiterbildungsszene nur leicht getrübt | ||
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Aussagen über künftige nachgefragte Seminarthemen finden unter
Trainern große Aufmerksamkeit. Orientierung liefert die Studie "Weiterbildungsszene
Deutschland 2001/2002". Sie beleuchtet die unterschiedlichen Facetten
der Szene aus der Perspektive von Bildungsanbieter sowie Nachfrager auf
Unternehmensseite. Trotz des schwierigen Marktes sind starke Einbußen
eher selten.
Gewinner und Verlierer bei Trainingsangeboten Der Hype scheint vorerst gründlich vorbei zu sein: Laut der jüngsten
Trendumfrage "Weiterbildungsszene Deutschland 2001/2002" unter
den Weiterbildungsanbietern wird der Themenkomplex "IT/Neue Medien"
in den kommenden Jahren sogar rückläufiges Interesse erfahren.
Bereits im aktuellen Terminaufkommen zeichnet sich dieser negative Trend
ab. Gegenläufige Markttendenzen in Deutschland Diese Top-Themen sind jedoch nicht charakteristisch für den gesamten Weiterbildungsmarkt. Denn Weiterbildungsunternehmen müssen zwei gegenläufige Markttendenzen in Deutschland bewältigen. So wurden im Jahr 2001 zum einen die Aktivitäten bei der öffentlichen Förderung von Umschulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen weiter gesteigert, zum anderen kürzten die Wirtschaftsunternehmen als Folge der Rezession die Schulungs- und Trainingsausgaben für ihre Mitarbeiter. Stagnation am Weiterbil-dungsmarkt in Deutschland war die Folge. Human-Resources-Management umfasst auch Trainingsleistungen rund um das Personal der Unternehmen. Wie der Bund Deutscher Unternehmensberater im ersten Quartal 2002 meldete, ist der Anteil des Beratungsfeldes im Jahr 2001 leicht auf 4,3 Prozent zurückgegangen.
Immer noch weist dieses Wirtschaftsfeld nach Schätzungen von Marktkennern
ein sattes Volumen auf. "Weiterbildung" ist nach Daten des Bundesbildungsministeriums
in Deutschland jährlich rund 40 Milliarden Euro schwer. Die Lünendonk
GmbH Gesell-schaft für Information und Kommunikation in Bad Wörishofen
geht in dieser Branche von 5000 bis 10000 Anbietern aus, die hier ihre
Leistungen offerieren. Allerdings sind nach Meinung dieser Experten davon
fast die Hälfte Einzelkämpfer. Nur zehn Prozent der Anbieter
haben mehr als 25 Mitarbeiter. Kooperation mit externen Partnern Von der rückläufigen Wirtschaftsentwicklung wenig berührt
scheint für die meisten Weiterbildungsinstitute die generelle Frage
der Kooperation mit externen Partnern zu sein. Besonders bei der langfristigen
Zusammenarbeit mit Kundenunternehmen aus ver-schiedenen Branchen sind
sie auf das Zusammenwirken mit externen Partnern angewiesen. Die Anzahl
der freiberuflichen Trainer blieb daher nach Ergebnissen der diesjährigen
Befragung "Weiterbildungsszene Deutschland 2001/2002" bei deutlich
mehr als der Hälfte der Weiterbildungseinrichtungen konstant. Die
Gruppe, die ihre Kooperation mit externen Fortbildungsanbietern einschränken
musste, vergrößerte sich im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig
um fünf Prozent.
Entwicklung bei Trainerhonoraren Eine positive Entwicklung zeigt sich nach Ergebnissen der Studie bei Trainerhonoraren. Besonders gut schneiden dabei Institute mit 26 bis 50 Mitarbeitern ab. Die Zahl der Bildungseinrichtungen, die Honorarsenkungen vornehmen müssen, lag im Vorjahr bei zehn Prozent. Niemand musste im laufenden Jahr starke Einbußen hinnehmen, kom-mentiert die Marktanalyse.
"Weiterbildungsszene Deutschland 2001/2002" wird von dem Weiterbildungsmagazin "managerSeminare" herausgegeben. Die Trendanalyse basiert auf knapp 7.900 in dieser Publikation veröffentlichten Seminarterminen zwischen März 2000 und Juni 2002. Das laufende Jahr 2002 ging in die Betrachtung mit ein, jedoch wurden hierzu Daten aus den ersten sechs Monaten herangezogen und hochgerechnet. Zusammen mit Deutschland gilt das Augenmerk auch den Marktentwicklungen in den Nachbarländern Schweiz und Österreich. |