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  WIRTSCHAFT - ALLGEMEIN
     
    Wenn Ölmultis zulangen ... im Web die Preisbrecher suchen
   

Die Öl-Konzerne ziehen mit den jüngsten Benzinpreiserhöhungen erneut die Preisschraube empfindlich an. Sie wollen "den Markt testen und ausprobieren, wie weit sie gehen können", empören sich Politik und Verbraucherschützer gleichermaßen. Ihre Forderung lautet: Jetzt müsse endlich das Kartellamt eingreifen. Doch bis dahin ist es ratsam, sich die billigsten Tankstellen herauszusuchen - via Internet.

Noch kein Jahr ist es her, da mahnte das Bundeskartellamt die Benzin- Konzerne ab. Es hatten sich im Mai 2000 Verdachtsmomente erhärtet, dass die Unternehmen eine unlautere Preisgestaltung betrieben. Jetzt müssen Verbraucherverbände wieder fordern, das offensichtlich abgesprochene Verhalten der Ölkonzerne zu untersuchen. Die Preise waren am Donnerstag vor Ostern auf Spitzenwerte gestiegen: Im Bundesdurchschnitt mussten pro Liter Benzin 2,09 DM, für Super 2,13 DM und für Super plus 2,22 DM bezahlt werden. Die Mineralölkonzerne hatten als Grund die Preisentwicklung am Rotterdamer Spotmarkt genannt. Hier sei der Preis pro Tonne Normalbenzin seit Anfang April von 273 Dollar auf 308 Dollar geklettert. "Die Preise sind ohne Grund vor den Feiertagen flächendeckend erhöht worden, um im Osterverkehr rund 80 Millionen DM zusätzlich abzukassieren", konterte der Automobilclub von Deutschland (AvD, www.avd.de). Auch aus der Parteienlandschaft werden harte Vorwürfe wie "Abzocke der Autofahrer" laut.

"Schluß damit!" forderte www.benzinpreis.de und machte Stimmung gegen die Ölmultis und mußte einen Boykottaufruf zum Tank-Streik nach einer Aufforderung der ARAL AG vorläufig vom Netz nehmen. Gegen die hohen Spritpreise wendet sich ebenfalls das Forum Benzinpreis und gibt Benzinspartipps. "Machen Sie sich doch einmal Gedanken darüber, ob es nicht auch in Ihrem Interesse wäre, wenn Sie die Freien oder die sogenannten "no-name" Tankstellen mehr unterstützen würden", empfiehlt es. Die Autofahrer sollten mit Preisbewusstsein ein "Protestsignal" setzen. Für Autofahrer kann der Umweg zur preiswerten "freien" Tankstelle lohnen. Beim Tanken abseits der Autobahnen können bis zu zehn Pfennig pro Liter gespart werden. Eine Sparmöglichkeit bietet das Forum als die "Benzinpreiskontrolle bundesweit" zusätzlich an. "Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an und Sie erhalten ab dem 500. übermittelten (korrekten) Inlandspreis einen Tankzuschuß von 40 DM. Ihr Konto können Sie jederzeit kontrollieren (Cookies aktivieren)."

 

Auf die richtige Spur wollen weitere Internet-Seiten preisbewußte Autofahrer bringen.

  • www.clever-Tanken.de präsentiert eine nach Orten und Kraftstoffarten spezifizierte Liste der günstigsten Anbieter.
  • www.preiswert-tanken.de listet Benzinpreis-Vergleiche und ein Verzeichnis von Discount-Tankstellen auf. Bei
  • www.tankbillig.de finden sich unter anderem Tankstellen- und Treibstoffverzeichnisse sowie Vergleiche von Reisepreisen im Auto mit denen von Bahntarifen.

 

Den Weg zum preiswerten Tanken weist auch - ähnlich wie diese "Preisbrecher" - T-Stop.de. www.T-Stop.de anklicken, gewählte Region aussuchen (Stadt, Postleitzahl oder Autobahn eingeben), gewünschtes Tankprodukt aussuchen und T-Stop wählt in der entsprechenden Region die preiswerteste Tankstelle aus. Sie erhalten Angebote über Produkte, Preise und Service sowie eine Anfahrtsbeschreibung. T-Stop meint außerdem: "Sollte keine Tankstelle in Ihrer Region registriert sein, überzeugen Sie Ihren Tankwart. Das Anmeldeformular für Ihre Tankstelle steht für Sie auf der Serviceseite zum ausdrucken bereit."