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MAGAZIN
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| WIRTSCHAFT - ALLGEMEIN | ||
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Megatrends
vor dem Take-off |
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Neben der Veränderung der Arbeitswelt steht ein weiterer Megatrend in Verbindung mit der computerbasierten globalen Vernetzung: die rasante Zunahme verfügbarer Informationen, die geradezu mit einem "rational overchoice", also einer Informationsüberflutung der Menschen einhergeht. Die Virtualisierung führt zu sinkenden Kosten der Informationsbeschaffung, aber auch die Weitergabe einmal erzeugter Informationen kostet praktisch nichts mehr. Dadurch steigt die Kommunikationsdichte weiter exponenziell an. "Wir ertrinken in Informationen und hungern nach Wissen", so umschrieb der amerikanische Zukunftsforscher John Naisbitt einmal das Phänomen, dass alleine aufgrund der Zunahme der Informationsquellen und Auswahlmöglichkeiten der Einzelne die Informationsangebote nicht mehr überblickt und sich auch bewusst nicht mehr damit auseinandersetzen will. Eine gewöhnliche Wochenausgabe der New York Times beinhaltet heute mehr Informationen als ein Mensch im England des 17. Jahrhunderts in seinem ganzen Leben erhielt. Und der Anstieg der Informationsmenge, die täglich auf uns einprasselt, ist noch keineswegs an sein Ende gelangt: Es wird geschätzt, dass sich das sogenannte "Weltwissen" etwa alle fünf bis sieben Jahre verdoppelt. Allein im Fachbereich Chemie gibt es jedes Jahr rund 600 000 neue Publikationen. Die Orientierungslosigkeit und Überforderung durch Informationsüberflutung hat durchaus auch negative wirtschaftliche Auswirkungen: Produktivitätsverluste durch Daten-Müll in Unternehmen sind ebenso zu erwarten wie die zunehmende Wirkungslosigkeit von Werbe- und Informationsbotschaften. Andererseits wird der Bedarf nach effizientem Knowledge-Management, sei es in Form von intelligenter Software oder in Form von Beratung wirtschaftlich an Bedeutung gewinnen.
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