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  WIRTSCHAFT - ALLGEMEIN
     
    Megatrends vor dem Take-off
Überalterung der Weltbevölkerung
     
   

Gravierende Veränderungen der Arbeitsmärkte ergeben sich - zunächst in den Industrieländern, später auch für die Entwicklungsländer - aus der zunehmenden Überalterung der Weltbevölkerung in den nächsten 50 Jahren. In den OECD-Staaten wird bereits in zwanzig Jahren jeder Dritte über 60 Jahre alt sein. Damit steht uns eine historisch einzigartige demographische Revolution bevor, die nicht nur zu einem Rückgang des Erwerbstätigenpotenzials, zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit und zu zunehmender Alterserwerbstätigkeit führen wird, sondern in der Folge auch zu einer Überlastung der Sozialversicherungssysteme wie der Staatshaushalte insgesamt. Im Jahr 2030 werden jedem Senior über 64 Jahren nur noch zwei Bürger im erwerbsfähigen Alter gegenüberstehen, heute beträgt das Verhältnis eins zu vier. Die langfristige Entlastung der Arbeitsmärkte ist vor diesem Hintergrund dann nur ein schwacher Trost.

 

Anteil der Bevölkerung über 65 weltweit (in Prozent)

1960

9,2

1990

13,3

2000

14,7

2010

16,7

2020

20,2

2030

23,8

 

Die hohe Belastung der öffentlichen Haushalte und Sozialversicherungssysteme verstärkt letztlich den Druck auf den Staat, sich auf seine Kernkompetenzen und die Sicherstellung einer sozialen Grundversorgung zu beschränken. Die Kosten der Risikoabsicherung werden dann zunehmend den Einzelnen treffen; die Notwendigkeit privater Vorsorge wird zunehmen.

 

Anzahl der Erwerbstätigen in Deutschland (in Millionen)

2000

40,5

2005

41,0

2010

41,5

2015

40,6

2020

39,5

2025

37,0

2030

34,5

2035

32,5

2040

31,3