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  WIRTSCHAFT - WIRTSCHAFT
     
    Finanzdienstleistungen werden mobil
   

Der Sektor Finanzdienstleistungen beziehungsweise dessen Wertschöpfungskette ist wohl die längste Zeit ausschließlich eine Domäne der Banken gewesen. Auch IT-Dienstleister, Netz- oder andere Service-Provider wollen in dem lukrativen Geschäft mitmischen. Sie alle wissen: Der Zahlungsverkehr öffnet (noch) das Tor zum Kunden. Folglich investieren die Banken - vor allem die großen - eifrig in mobile Banking- und Trading-Anwendungen. "Transaktionen zu jeder Zeit und überall", lautet die Devise. Bis spätestens 2005 könnten rund 50 Prozent des gegenwärtigen Internet-Bankings mobil abgewickelt werden. Damit etwa die Bankgeschäfte immer mobiler und schneller werden, bedarf es jedoch einer leistungsfähigen Informationstechnik.

 

Steigende IT-Budgets

Sie ist aber noch nicht so entwickelt, wie es eigentlich notwendig wäre. Indiz dafür sind nicht zuletzt die steigenden IT-Budgets in den Kreditinstituten. Gleichwohl sorgen sich viele Informationstechnologie-Manager der deutschen Banken, dass die jährlich auf rund 20 Milliarden DM geschätzten IT-Ausgaben im Kreditgewerbe hier zu Lande nicht ausreichen, um die Gesamtsituation nachhaltig zu verbessern. Die Gründe dafür sind in einer Studie nachzulesen, die von der Hochschule für Bankwirtschaft gemeinsam mit dem debis Systemhaus erstellt wurde. Demnach gelten die Computersysteme in den meisten Banken als obsolet (im Durchschnitt 20 bis 30 Jahre alt). Ferner mangelt es an geeigneter Software und - die "Green Card"-Diskussion lässt grüßen - an qualifiziertem IT-Fachpersonal.