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MAGAZIN
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| WIRTSCHAFT - ALLGEMEIN | ||
| Unternehmen im Transaktionsstrudel | ||
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In Europa wurden im Jahr 2000 doppelt so viele Unternehmenstransaktionen (2410) in den Branchen Hardware, Software, IT-Services und Internet durchgeführt wie im Vorjahr (1.231). Gab es im Jahr 1999 noch Deals mit einem Volumen von knapp 10 Milliarden US-Dollar, so war es im vergangenen Jahr ein Wert von 83 Milliarden US-Dollar. Den größten Anteil an dem hohen M&A Volumen (Merger & Aquisitions) hatten die Mega-Deals mit einem Umfang von über 1 Milliarde US-Dollar. Im Jahr 2000 gab es 13 solcher Zusammenschlüsse mit einem Volumen von rund 47 Milliarden US-Dollar, was bereits mehr als der Hälfte des Gesamtvolumens entspricht. Dies sind die wesentlichen Ergebnisse des dritten "Deal Surveys 2000 Technology" der Corporate Finance Beratung von Arthur Andersen. Für Freiberufler kommen wichtige Signale über IT-Services aus dieser Untersuchung. Bei diesen Service- Unternehmen werde laut Erhebung der Trend nach Größe und Internationalisierung weiter zunehmen. War man im letzten Jahr noch hauptsächlich an Beratungshäusern interessiert, werden die zukünftigen Käufe auf die Komplettierung der Services in der Wertschöpfungskette ausgerichtet sein. Im Segment Internet werde die bereits begonnene Auslese fortgesetzt, womit der Trend zu Mergern forciert wird. Aufgrund der momentanen Börsenbewertung des IT-Bereichs werden mehr Unternehmen der Old Economy die günstigen Einstiegsmöglichkeiten in diese Geschäftsbereiche nutzen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt knapp 1.000 grenzüberschreitende Unternehmenszusammenschlüsse mit europäischen Zielunternehmen getätigt. Mit rund 60 Prozent aller Deals wurden jedoch die meisten Transaktionen innerhalb nationaler Grenzen abgewickelt. Im Vergleich zum vergangenen Jahr gab es keine signifikante Veränderung dieses Verhältnisses. Die Hälfte des grenzüberschreitenden Transaktionsaufkommens mit europäischer Beteiligung war interkontinental. Zum ersten mal war hier eine Trendumkehr bezogen auf die Richtung der Transaktionsströme zwischen Europa und Nordamerika zu beobachten. "Der Hintergrund dieser Entwicklung liegt im Boom der Wachstumsbörsen begründet. In zwei der drei Länder, die am aktivsten M&A vorantrieben, kam es zu einer deutlichen Zunahme an Börsengängen in den untersuchten Branchen", sagt Carsten Risch, Direktor der Corporate Finance Beratung bei Arthur Andersen Deutschland. In Großbritannien verdreifachte sich die Zahl neuer Notierungen gegenüber dem Vorjahr. Am französischen Wachstumssegment Nouveau Marché verdoppelte sich die Zahl neu gelisteter Unternehmen. Lediglich am Frankfurter Neuen Markt kam es zu einem Rückgang neuer Notierungen. "Hier spielte vor allem die schwache Marktverfassung eine entscheidende Rolle", so Risch. Die neugelisteten Unternehmen verfügen in Folge der Emissionserlöse über eine hohe Kapitalausstattung. Gleichzeitig unterliegen sie den hohen Wachstumserwartungen der Aktionäre, die häufig nur durch externe Zukäufe zu erfüllen sind. Dementsprechend akquirierten viele dieser Unternehmen vornehmlich in den USA als größtem Technologiemarkt. Großbritannien rangiert mit insgesamt 582 Transaktionen in der europäischen IT-Industrie vor Deutschland auf der Käuferliste. Deutsche Interessenten traten bei insgesamt 456 Transaktionen als Käufer auf, was einem Zuwachs von 109 Transaktionen im Vergleich zum Vorjahr (+31 Prozent) entspricht. In gut zwei Drittel der Fälle kamen die Targets (übernommene Unternehmen) hierbei ebenfalls aus Deutschland. Das ausgewiesene Transaktionsvolumen bei deutschen Käufen betrug rund 11 Milliarden US-Dollar. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass alleine 5,4 Milliarden US-Dollar aus der Transaktion Debis/ Deutsche Telekom sowie 1,9 Milliarden US- Dollar aus dem Club Internet/T-Online Deal stammen. An dritter Stelle platzierten sich französische Käufer, die an 301 Deals beteiligt waren. Mit einer Verdreifachung der Akquisitionen hatte Frankreich dabei den höchsten Zuwachs der drei Länder gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen, und auch Großbritannien lag mit mehr als dem Zweieinhalbfachen des Vorjahreswertes deutlich über der deutschen Entwicklung. "Für die M&A Aktivitäten in 2001 erwarten wir weitere strategische Allianzen bei den Hardwareunternehmen", meint Corporate Finance-Director Carsten Risch. Nachdem Akquisitionen im letzten Jahr vornehmlich der Ertragsverbesserung dienen sollten, werde sich das M&A Interesse in 2001 auf neue Technologien konzentrieren. Bei den europäischen Anbietern von Internetsoftware werde der erste europäische Megadeal erwartet. Darüber hinaus werden sich etablierte Anbieter von Standardsoftware im Akquisekampf um attraktive und innovative e-Business-Softwareschmieden ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern.
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Zielunternehmen / Land |
Tätigkeit |
Käufer/Land |
Transaktions-wert($Mio.) |
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Ernst &Young (USA) |
Beratung/Services |
Cap Gemini SA (F) |
10.130,0 |
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Newbridqe Networks Corn. (CAN) |
Netzwerksysteme |
Alcatel SA (F) |
7.058,3 |
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Lycos Inc (USA) |
Internetportal/Suchmaschine |
Terra Networks SA (ESP) |
6.188,4 |
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Debis Systemhaus GmbH (GER) |
Beratung/Services |
Dt. Telekom (GER) |
5.373,0 |
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LHS Group Inc (USA) |
Softwareservices |
Sema Group PLC (GB) |
4.337,7 |
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National Computer Syst. (USA) |
OptischeLesesysteme/ Scanner |
Pearson PLC (GB) |
2.520,8 |
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0rigin BV (NED |
Beratung/Services |
Atos SA (F) |
2.344,7 |
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Admiral PLC (GB) |
Beratung/Services |
CMG PLC (GB) |
2.154,7 |
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Club Internet ISP (F) |
ISP |
T-Online International AG (GER) |
1853,0 |
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Entriurn Direct Bankers (GER) |
Online Banking |
Bipop-Carire (I) |
1.655,9 |
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Quelle: Deal Survey 2000 A. Andersen |
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