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MAGAZIN
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| WIRTSCHAFT - ALLGEMEIN | ||
| Deutschlands Unternehmen sparen, doch E-Business boomt: Investitionen in die Internet-Ökonomie geplant | ||
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Allen Negativmeldungen der Börsen und Medien zum Trotz: Die Stimmung der Wirtschaft in Bezug auf das E-Business ist gut. Für das kommende Jahr weisen die Zeichen für Projekte auf Erfolg. Investitionen in Kundendienst, B2C sowie B2B sind geplant, wie eine Untersuchung der Universität Witten/Herdecke zeigt. Große Konzerne, mittelständische wie kleine Unternehmen kürzen in sämtlichen Bereichen ihre Ausgaben, nur im E-Business wird weiter investiert. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter 238 Managern, die das Aachener Online-Marktforschungsinstitut Dialego durchgeführt hat.
Mangelnde Perspektiven im Start-up In der öffentlichen Diskussion sorgen häufig die Insolvenzverfahren oder korrigierte Gewinnerwartungen der Dot.coms für Aufregung. Erst jüngst brachte eine wissenschaftliche Untersuchung der Universität Witten/Herdecke spektakuläre Ergebnisse an den Tag. Vier Fünftel der Angestellten und 51% der Geschäftsführer von Unternehmen der New Economy wollen demnach ihren Arbeitgeber verlassen. Die Studie der Universität, die zusammen mit der Personalberatung Heidrick & Struggles durchgeführt wurde, zeigt weiter: 88% der wechselwilligen Angestellten zieht es in traditionelle Unternehmen zurück, nur 12% könnten sich ihre berufliche Zukunft in einem anderen Start-up vorstellen. Der gleiche, etwas abgeschwächte Trend ist in den Führungsetagen beobachtbar: 61% der Chefs, die ihre Sessel verlassen wollen, liebäugeln mit der Old Economy: Sie würden sich dort sogar mit einer rangniedrigeren Position zufrieden geben. In ein junges Unternehmen zieht es hingegen nur 22%. Als zentrale Gründe hierfür gaben 39% der Angestellten und 28% der Geschäftsführer "mangelnde Perspektiven im Start-up" an. Die Sicherung und Steigerung des Einkommens ist für jeweils 20% ein Kündigungsgrund. Die hohe Arbeitsbelastung scheint für die Wechselbereitschaft hingegen nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. Was die Veränderung der Branche bei einem möglichen Wechsel betrifft, würden die meisten der 450 befragten Beschäftigten den Medienbereich ansteuern. Während vor dem Wechsel in das Start-up 14% in der Medienbranche arbeiteten, streben nach dem Wechsel immerhin 23% dorthin. Dagegen stellt sich die Konsumgüterindustrie - sowohl vor als auch nach der Arbeit im Start-up - als die am wenigsten beliebte Branche heraus: Nur rund 5% sind interessiert, ihre Arbeitskraft dort zu investieren.
B2C bei Handels- und Dienstleistungsfirmen Das Business-to-Consumer-Geschäft (B2C) interessiert vor allem Handel- und Dienstleistungsfirmen. Insgesamt planen 52% der Unternehmen Investitionen in Informationstechnik und Internet. Ganz oben auf der To-do-Liste steht dabei der Webauftritt selbst, in den 36% der Firmen im Jahr 2001 investieren wollen. Dass lediglich etwa 13% B2C bei ihren Investitionen im Visier haben, mag zunächst verwundern. Doch ein isolierter Blick auf den Handel rückt das Bild zurecht. Dort sind die Investitionsabsichten im Verbrauchersegment fast genau so ausgeprägt wie im B2B-Bereich. Bei den Dienstleistungsunternehmen überwiegt sogar das B2C-Geschäft.
Zurückhaltende Kunden bereiten Sorge Bei den Investitionshemmnissen nennen 49% der Unternehmen die Zurückhaltung der (potenziellen) Kunden. Dieser Faktor steht somit an erster Stelle, gefolgt von den Kosten (36%) und der Sorge um die Sicherheit im Netz (29%). Aber auch der Fachkräftemangel im IT-Bereich spielt für ein Viertel der Unternehmen eine wichtige Rolle.
Solides Wachstum bei Internet-Nutzerzahlen Die Geschäftsentwicklung und die Investitionsabsichten der größeren Unternehmen lassen erkennen, dass E-Business zunehmend der Motor für die wirtschaftliche Entwicklung ist. Den Aufwind unterstützt auch ein solides Wachstum bei den Internet-Nutzerzahlen. Die Internetnutzung in den drei größten westeuropäischen Märkten hat nach Erkenntnissen von NFO Infratest im ersten Halbjahr 2001 "solide zugenommen". Im Juni waren in Deutschland, Großbritannien und Frankreich rund 59,7 Millionen Menschen am Netz. Damit stieg die Zahl der Nutzer gegenüber Dezember 2000 um 11,6%, während die Wachstumsrate im zweiten Halbjahr 2000 lediglich 6,5% betragen hatte. Da im Laufe der kommenden zwölf Monate weitere 9,2 Millionen Menschen in den betrachteten drei Ländern ins Internet einsteigen wollen, rechnet das Forschungs- und Beratungsunternehmen bis Mitte 2002 mit einem Anstieg von rund 15% auf dann insgesamt 69 Millionen Nutzer. In Deutschland hatten NFO Infratest zufolge im vergangen Juni 27,6 Millionen Menschen das Internet in den letzten zwölf Monaten geschäftlich oder privat genutzt, 11% mehr als im Dezember 2000. |