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MAGAZIN
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| WIRTSCHAFT - ALLGEMEIN | ||
| Billiger telefonieren | ||
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Durch die Liberalisierung des Telefonmarktes sind Ferngespräche im Festnetz sehr viel billiger geworden. Unabhängige Anbieter haben die Preise bis unter 10 Pfennig pro Minute Sprechzeit gedrückt. Die Preise in den Handy-Netzen sind zwar auch gefallen, aber die Gespräche kosten immer noch ein Vielfaches der Festnetz-Telefontarife. Doch auch beim mobilen Telefonieren gibt es einige Möglichkeiten zum Sparen.
Vor zehn Jahren betrug die Grundgebühr für ein Autotelefon noch 120 DM. Die ersten tragbaren Geräte hatten noch Koffergröße, weitere Entwicklungen erreichten dann das Format eines Taschenbuches mit 30 cm langer knickbarer Antenne. Mit der Einführung der D-Netze gingen die monatlichen Grundgebühren schrittweise bis auf heute etwa 10 DM, bei zusätzlichen 10 DM Mindestgesprächsumsatz pro Monat, nach unten. Eine weitere Möglichkeit ist ein "Prepaid"-Handy mit Guthabenkarte, wobei zwar keine Grundgebühr, aber recht hohe Minutenpreisen von bis zu 1,70 DM im Inland, fällig werden. Bei der Grundgebühr zu sparen, ist der erste Schritt, denn das sind Kosten der reinen Erreichbarkeit. Inzwischen ist auch das Telefonieren im Ausland (Roaming) mit der Guthabenkarte ohne weiteres möglich. Damit ist es bei einem Vertragswechsel und erst recht bei einer Neuanschaffung sinnvoll, die Prepaid- Angebote der Netzbetreiber in Betracht zu ziehen. Von den höheren Gesprächsgebühren sollte man sich nicht sofort abschrecken lassen, sondern auch die folgenden Einsparmöglichkeiten berücksichtigen.
Diese Angebote haben sich von Amerika aus über die ganze Welt verbreitet und sind auch im Festnetz den örtlichen Telefonanbieter schon lange ein Dorn im Auge. Entweder wird eine, im jeweiligen Land kostenlose, Zugangsnummer gewählt und man identifiziert sich per Code für die Gebührenabrechnung oder das System der vermittelnden Telefongesellschaft erkennt die Nummer des Anrufers und ruft diesen sofort zurück. Dann wird die gewünschte Verbindung über den Umweg Amerika hergestellt. Die Kosten der Gespräche richten sich nach den niedrigeren amerikanischen Tarifen und werden meist per Kreditkarte gezahlt. Die Angebote sind vielfältig und damit nicht immer leicht zu überblicken. Zu beachten ist, dass, falls es z.B. Probleme mit der Abrechnung geben sollte, eine Beschwerde eventuell in fremder Sprache vorgenommen werden muss. Das Prinzip der Calling Cards wurde auch von der Deutschen Telekom eingeführt, deren Angebot ist jedoch längst nicht so ausgeprägt entwickelt.
Sondertarife zu bevorzugten Rufnummern Die Mobilfunkanbieter haben inzwischen eine Fülle eigener Sonderangebote und Tarife geschaffen. Es ist lohnenswert, diese zu studieren und entsprechend dem eigenen Telefonverhalten die passende Wahl zu treffen. So gibt es etwa Verbilligungen für Gespräche in das heimische Ortsnetz oder in die Region, in der man sich gerade aufhält. Eine weitere Alternative ist, bestimmte Rufnummern als bevorzugte Gesprächsziele zu definieren. IT-Freiberufler melden sich vielleicht besonders häufig mit dem Handy zu Hause oder im Büro und sollten darauf achten, dass diese Anrufe so günstig wie möglich geführt werden.
Der eigene Computer als Relaisstation Ein PC in Kombination mit einem ISDN-Anschluss eröffnet eine weitere Möglichkeit, die Telefonkosten zu reduzieren. Es ist möglich, auf dem ersten B-Kanal des ISDN den eigenen Computer anzurufen, und über den zweiten B-Kanal eine beliebige abgehende Verbindung aufzubauen. Software, die diese Zwecke unterstützt, ist bereits ab etwa 20 DM zu bekommen (Informationen im Internet etwa unter www.savebycall.com). Wenn der eigene Computer preisgünstig mit dem Handy zu erreichen ist, kostet ein beliebiges Gespräch dann zusätzlich nur noch den jeweiligen Festnetztarif. Die Abrechnung ist dann zweigeteilt in die Handy- und die Telefonrechnung. Für die Weiterleitung über das Festnetz kann zur weiteren Kostensenkung ein fest eingestellter Billigtarif ("Pre-Selection") oder eine, von der Verbindung und der Tageszeit abhängige, Auswahl des günstigsten Anbieters ("Least Cost Routing") sinnvoll sein. Allerdings kann der Computer während solcher Relais-Gespräche keine weiteren Anrufe, Faxe oder Daten abwickeln und der Dauerbetrieb des PC lässt die Stromkosten ansteigen. Mit dieser Lösung kann der Nutzer die Mobilität des Handys mit den Kostenvorteilen des Festnetzes verbinden. Damit Unbefugte diese Einrichtung nicht missbrauchen können, sollte die Software so konfiguriert werden, dass sie nur auf Anrufe des berechtigten Handys reagiert. |